Die Sammlungen der Pharmaziegeschichte
Ein vergilbtes Rezeptbuch aus dem 18. Jahrhundert kann mehr über den Alltag einer Apotheke erzählen als jedes Lehrbuch. Genau solche Zeugnisse bewahren wir hier: Objekte, Schriftstücke und Bilder, die den langen Weg der Pharmazie von der Handwerkskunst zur Wissenschaft sichtbar machen. Jedes Stück trägt Spuren seiner Zeit – Gebrauchsabnutzung, handschriftliche Notizen, manchmal auch stille Widersprüche zwischen Theorie und Praxis.
Was die Sammlung ausmacht
Über Jahrzehnte sind an der TU Braunschweig Materialien zusammengekommen, die einzeln unscheinbar wirken, gemeinsam aber ein dichtes Bild ergeben. Dazu zählen unter anderem:
- Historische Standgefäße, Waagen und Laborinstrumente aus Apothekenbetrieben
- Handschriftliche und gedruckte Rezeptsammlungen sowie Arzneibücher
- Firmenkataloge und Werbematerial pharmazeutischer Hersteller
- Fotografien und Dokumente zu Apothekerausbildung und Berufspraxis
- Korrespondenzen und Aufzeichnungen einzelner Apothekerfamilien
Diese Vielfalt erlaubt es, Entwicklungen nicht nur in ihrer wissenschaftlichen, sondern auch in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Dimension nachzuvollziehen – vom Kräuterwissen der Frühen Neuzeit bis zur industriellen Arzneimittelherstellung.
Für Forschung und Interesse offen
Wer selbst mit diesen Quellen arbeiten möchte, ist eingeladen, sich näher damit zu beschäftigen. Weitere Hinweise zu Zugang und Nutzung finden sich auf der Kontaktseite.