Forschung zur Geschichte der Pharmazie
Ein altes Rezeptbuch, eine vergilbte Apothekerdose, ein Briefwechsel zwischen zwei Wissenschaftlern – manchmal beginnt ein Forschungsprojekt mit einem einzigen Fundstück, das plötzlich viele Fragen aufwirft. Genau an diesem Punkt setzt unsere Arbeit an der TU Braunschweig an: Wir verfolgen Spuren, ordnen Quellen ein und machen sichtbar, wie sich pharmazeutisches Wissen über Jahrhunderte entwickelt hat.
Aktuelle Schwerpunkte
Unsere Projekte bewegen sich zwischen Archivarbeit, Objektforschung und wissenschaftshistorischer Einordnung. Dabei verstehen wir Pharmaziegeschichte nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als lebendiges Feld, das immer wieder neue Perspektiven auf Gesundheit, Wissen und Gesellschaft eröffnet.
- Analyse historischer Arzneibücher und Rezeptsammlungen aus dem norddeutschen Raum
- Digitale Erfassung und Katalogisierung pharmaziehistorischer Sammlungsobjekte
- Untersuchung der Professionalisierung des Apothekerberufs im 18. und 19. Jahrhundert
- Vergleichende Studien zu Arzneimittelregulierung in verschiedenen europäischen Regionen
- Aufarbeitung von Nachlässen und Korrespondenzen bedeutender Braunschweiger Apotheker
Methodik und wissenschaftlicher Anspruch
Wir kombinieren klassische Quellenkritik mit digitalen Werkzeugen, um Zusammenhänge sichtbar zu machen, die früher verborgen blieben. Materielle Kultur, Textanalyse und interdisziplinärer Austausch mit Medizin-, Chemie- und Sozialgeschichte gehören für uns selbstverständlich zusammen. Ergebnisse fließen in Publikationen, Ausstellungen und die akademische Lehre ein.
Ins Gespräch kommen
Wer selbst forscht, ein historisches Fundstück besitzt oder einfach neugierig ist, findet bei uns offene Türen. Kontaktieren Sie uns über unsere Kontaktseite – aus einem kurzen Austausch entsteht oft mehr, als man zunächst erwartet.